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Friedliche Kerzenrevolution

Im vorvergangenen Jahr sind Millionen von Koreanern friedlich und mit Kerzen auf die Straßen gegangen, um gegen korrupte Politiker zu demonstrieren. Die Demos waren richtige Volksfeste mit Live-Musik, Kjndern und breiter Solidarität. Sie sind auch ein sehr gutes Beispiel, wie es hier nach Demos auch aussehen sollte: die Demonstranten haben ihren Müll mitgenommen. Die Straßen waren so sauber wie zuvor.

Die Demos waren erfolgreich. Die korrupte Präsidentin, Park Gyun-hae wurde aus dem Amt gejagt und ins Gefängnis gesteckt, ebenso ihr korrupter Vorgänger, Lee Myun-bak.

Nun gibt es wieder friedliche Demonstrationen, die sich diesmal gegen die Staatsanwaltschaft richten. Die Staatsanwaltschaft hat in Südkorea praktisch uneingeschränkte Kompetenzen. Im Gegensatz zu Deutschland ist sie nicht weisungsgebunden. Manchmal hat das Vorteile. Denn so können Politiker nicht auf Weisung irgendwas unter den Teppich kehren lassen.

Es hat aber auch Nachteile, wie man im Vorfeld und danach bei der Auswahl des Justizministers sehen konnte. Der möchte eine Instanz installieren, die die Staaatsanwaltschaft kontrolliert. Durch ihre Machtfülle ist die Staatsanwaltschaft in Korea besonders anfällig für Korruption.

Um den unbeliebten Justizministerkandidaten los zu werden, hat sie alle Machtinstrumente hervorgeholt und scheut keinerlei kriminelle Aktivitäten. Eine effektive Kontrollinstanz würde dafür sorgen, dass korrupte Staatsanwälte entlassen und bestraft werden würden. Dagegen tobt der Kampf.

Man kann nur hoffen, dass ihn die friedlichen Demonstranten wieder gewinnen.

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